Gynäkologie

Blasenentzündung (Harnwegsinfekt)

Brustkrebs

Chlamydien

Dysmenorrhoe (Schmerzen bei der Periode)

Endometriose

HPV (Human Papilloma Virus)

Inkontinenz

Unerfüllter Kinderwunsch

PAP-Abstrich (Krebsabstrich/ Jahreskontrolle)

Pilzinfekte

Senkungen

Spiraleneinlage

Teenager/Jugendliche

Verhütung

Wechseljahre/ Abänderung/Menopause/Klimakterium

Der gynäkologische Untersuch





Blasenentzündung (Harnwegsinfekt)
Meistens entstehen Blasenentzündungen dadurch, dass Bakterien vom Darm her über die Scheide die Harnröhre und dann die Blase besiedeln. Dies führt zu typischen Symptomen wie häufigen Harndrang (Pollakisurie), Brennen und Schmerzen im Bereiche der Blase, oder auch Urinverlust. Manchmal können die Bakterien auch noch weitergehen und das Nierenbecken besiedeln. Dies führt zu Nierenschmerzen, Fieber und Krankheitsgefühl.

Wenige Darmbakterien in der Nähe von Scheide oder Harnröhre können vom körpereigenen Abwehrsystem selber bekämpft werden. Erst wenn man Beschwerden hat muss man einen Harnwegsinfekt behandeln. Bei Schwangeren oder älteren Patientinnen muss ein Harnwegsinfekt immer behandelt werden.

Wenn Harnwegsinfektionen immer wieder auftreten, ist die
körpereigene lokale Abwehr reduziert. Durch gewisse Verhaltensmassnahmen kann diese verbessert und Blasenentzündungen verhindert oder reduziert werden:

- Auf Trinkmenge von mindestens 2 Litern /Tag achten
- 1 Glas Cranberry- oder Preiselbeersaft /Tag
- Reinigung nach Toilettengang immer von vorn nach hinten, Waschtücher nicht mehrmals verwenden
- Haut um Vagina (Scheide), Anus (Darmausgang) und Harnröhrenausgang mit Fettsalbe pflegen 1x/d
- Wasserlösen nach Geschlechtsverkehr (Sex)
- Medikamentöse Therapie mit Hormonen, Antibiotika, Impfung nach ärztlicher Kontrolle.

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Brustkrebs
Leider ist Brustkrebs relativ häufig. Eine von zehn Frauen erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs. Häufiger sind ältere Frauen ab 50 Jahren betroffen. Es gibt aber auch Erkrankungen bei jungen Frauen.

Glücklicherweise kann man Brustkrebs heilen, wenn man ihn früh erkennt.

Schauen Sie sich Ihre Brüste einmal im Monat genau an und tasten Sie sie ab. Ihre Aerztin erklärt Ihnen wie man dies tut. Melden Sie sich zum Untersuch an wenn Sie einen Knoten, eine Rötung oder eine Einziehung der Haut bemerken.

Manchmal sind auch zusätzliche Kontrolluntersuchungen wie Mammographie (Röntgen der Brüste) oder Ultraschall empfehlenswert. Frauen über 50 Jahren empfiehlt man alle 2 Jahre eine Mammographieuntersuchung, weil so Brustkrebs früher erkannt und damit besser geheilt werden kann.

Wird durch Sie selber oder im Untersuch ein verdächtiger Befund entdeckt (Knoten, Rötung, Schwellung, Einziehung der Haut, etc), so muss dieser weiter abgeklärt werden um einen Krebs auszuschliessen. Häufig stellt sich zum Glück heraus, dass solche Veränderungen gutartig sind.

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Chlamydien
Die Chlamydieninfektion ist eine Geschlechtskrankheit, die durch kleine Bakterien verursacht wird und durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. ¾ der betroffenen Frauen und ¼ der betroffenen Männer bemerken die Erkrankung nicht, weil sie beschwerdefrei bleiben.

Symptome sind ev. leichtes Brennen beim Wasserlassen, leichte Schmierblutungen oder leichte Bauchschmerzen. Aber meistens spüren Frauen nichts von einer Infektion.

Wenn die Infektion unbehandelt bleibt, kann sie Folgeschäden verursachen. Diese sind bei Frauen unter anderem: Unterleibsentzündungen, Verwachsungen im Bauchraum, Verwachsungen der Eileiter, Unfruchtbarkeit, selten Gelenksentzündungen, etc.

Wegen der ernsten Folgeschäden ist es wichtig die Infektion zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln. Da die Krankheit durch Geschlechtsverkehr übertragen wird ist es immer wichtig die Geschlechtspartner zu behandeln. Ausserdem muss die erfolgreiche Behandlung durch einen Kontrollabstrich überprüft werden.

Die Behandlung kann meist ambulant mit Antibiotika erfolgen, welche zuverlässig eingenommen werden müssen. Seltener ist eine Behandlung mit Antibiotika über die Vene notwendig, dies muss dann im Spital erfolgen.

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Dysmenorrhoe (Schmerzen bei der Periode)
Menstruationsbeschwerden kommen bei fast jeder Frau gelegentlich vor. Etwa 1 von 10 Frauen hat so starke Periodenschmerzen, dass es zu Absenzen in der Schule oder bei der Arbeit kommt.

Jede Frau empfindet die Regelschmerzen etwas anders. Sie können sich als leichtes Unwohlsein, Kopf-/ Rückenschmerzen, Durchfall, Übelkeit manifestieren, aber auch als stärkste Unterleibskoliken, Schmerzen bei Geschlechtsverkehr / Stuhlgang etc.

Die Schmerzen entstehen weil sich der Gebärmutter-Muskel während der Periode zusammenzieht. Dadurch wird die Gebärmutter kurzfristig weniger durchblutet, sie setzt darauf hin Schmerzbotenstoffe (Prostaglandine) frei. Durch die Muskelkontraktion (Zusammenziehen) der Gebärmutter wird auch an den Bändern gezogen an welchen die Gebärmutter im Körper befestigt ist (ziehende Schmerzen in Beine oder Rücken).

Manchmal haben Regelschmerzen aber auch andere krankhafte Ursachen und sind durch Myome, Zysten, Spiralen oder Endometriose verursacht.

Um eine krankhafte Ursache auszuschliessen muss man genau wissen wann, wo und wie die Schmerzen auftreten. Und in einer körperlichen Untersuchung muss festgestellt werden, ob krankhafte Veränderungen bestehen.

Wie behandelt man Menstruationsbeschwerden?

Liegt eine krankhafte Veränderung vor, muss diese spezifisch behandelt werden.

Liegt keine krankhafte Veränderung vor, können folgende Massnahmen Linderung bringen:
- Stress verstärkt die Symptome. Durch Stressabbau können die Beschwerden viel milder sein (Autogenes Training, Yoga, Akupunktur) Wärme wirkt krampflösend. Entspannen Sie sich in einem warmen Bad. Trinken Sie einen warmen Tee. Benützen Sie eine Wärmeflasche.
- Manchen Frauen hilft bei leichten Menstruationsbeschwerden sportliche Betätigung.
- Ernährung: Verzichten Sie auf koffeinhaltige Getränke während der Periode und ernähren Sie sich ballaststoffreich und ausgewogen.
- Alternativmedizin: Akupunktur, Aromatherapie können Linderung verschaffen.
- Kräutertherapie: Mönchspfeffer, Gänsefingerkraut, Zimt, Lavendel, Johanniskraut, Traubensilberkerze, Liebstöckel sind Kräuter die von Alters her gegen Periodenschmerzen verwendet wurden.
- Magnesium entweder durch Nahrungsaufnahme (Nüsse, Weizen) oder in pharmakologischen Präparaten wirkt krampflösend und gegen Schmerzen.
- Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Mefenaminsäure können verwendet werden.
- Die regelmässige Einnahme einer Antibabypille hilft meist sehr gut gegen Periodenschmerzen.

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Endometriose
Was ist Endometriose?
Der Gebärmuttermuskel ist innen ausgekleidet von einer Schleimhaut. Diese Schleimhaut wird durch die Eierstockhormone beeinflusst. In der 1. Zyklushälfte (die ersten zwei Wochen beginnend mit der Periode) wächst diese Schleimhaut unter dem Einfluss der Eierstockhormone und wird dicker, um bereit zu sein, wenn sich ein befruchtetes Ei einnisten würde.
In der 2. Zyklushälfte (3. und 4. Woche nach der Periode) produziert die Schleimhaut Schleim. Ziemlich genau 2 Wochen nach der Periode findet der Eisprung statt (die Frau ist in diesen Tagen fruchtbar). Wenn das Ei befruchtet wurde nistet es sich ca in der 3. Woche nach der Periode in die Schleimhaut ein. Wenn das Ei nicht befruchtet wurde, findet ca 4 Wochen nach der Periode die nächste Periode statt. Das heisst die Schleimhaut wird durch Zusammenziehen der Gebärmutter ausgestossen und es blutet.

Diese Schleimhaut heisst Endometrium. Bei der Endometriose befindet sich Schleimhaut nicht nur in der Gebärmutter, sondern auch an anderen Stellen im Bauchraum oder sogar anderswo im Körper. Auch diese Endometriose macht den Menstruationszyklus mit, das heisst sie blutet während der Periode zum Beispiel in den Bauchraum, die Eierstöcke, die Blase, den Darm, etc oder wohin sie sich eben befindet. Blut im Bauch zu haben ist schmerzhaft, der Körper muss das Blut wieder verarbeiten und dabei bilden sich Narben. Es kommt also zu Vernarbungen im Bereich dieser Endometriose, z.B. im Bauchraum.

Man weiss nicht genau wieso die Endometriose entsteht. Man nimmt aber an, dass Menstruationsblut bei der Periode durch die Eileiter in den Bauchraum gelangt und Zellen aus der Schleimhaut mit sich führt, welche im Bauchraum anwachsen und dort Endometriose bilden.

Wie sind die Symptome? Was sind die Folgen?
Patientinnen mit Endometriose können vom Blut im Bauch, Blase und Darm, etc und von den Vernarbungen Schmerzen haben. Alle Menschen erleben aber Schmerzen unterschiedlich, daher sind die Schmerzen auch unterschiedlich stark ausgeprägt. Sie treten vor allem während der Periode auf, aber auch bei Geschlechtsverkehr oder beim Stuhlgang. Durch die Vernarbungen im Bauchraum kann es sein, dass die Eileiter vernarben und unbeweglich werden. So kann Endometriose auch zu Unfruchtbarkeit führen.

Wie diagnostiziert man die Endometriose?
Durch die genaue Schilderung der Beschwerden (Symptome) kann der Verdacht auf Endometriose entstehen. In der klinischen Untersuchung mit dem Spekulum (Scheidenspiegel) werden die Genitalorgane untersucht. Eine Ultraschalluntersuchung hilft bei der Diagnosestellung. Eventuell sind weitere Untersuchungen wie CT, MRI, Darm-, oder Blasenspiegelung nötig. Die Diagnose kann aber nur sicher gestellt werden mit einer Laparoskopie (Bauchspiegelung).

Wie therapiert man Endometriose?
Die Endometriose kann mit Schmerzmitteln therapiert werden. Häufig sind diese aber nicht wirkungsvoll genug. Weitere medikamentöse Therapiemöglichkeiten sind Hormone, unter anderem die Antibabypille.
Es kann aber auch sein, dass operative Therapien notwenig werden.

Ihre Frauenärztin wird, eventuell in Zusammenarbeit mit weiteren Spezialisten, versuchen die optimale Therapie für sie zu finden.

Viele Frauen mit Endometriose finden auch Unterstützung in einer Selbsthilfegruppe.

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HPV (Human Papilloma Virus)
Human Papilloma Viren sind ähnlich den Viren, die Warzen verursachen. Meist sind sie ganz harmlos. Das heisst man steckt sich zwar an und ist dann Virusträger, aber ohne dass es zu irgendeiner Erkrankung kommt. Mit HPV steckt man sich vor allem beim Geschlechtsverkehr an. Kondome schützen nicht zuverlässig vor einer Infektion.
Ca 50% der Erwachsenen sind Träger des Virus, ohne dass sie etwas davon bemerken oder krank werden. (So wie auch die meisten mit dem Fieberbläschen-Virus infiziert sind, ohne Fieberbläschen zu haben.)
Tatsächlich können HPV auch Genitalwarzen verursachen, Kondylome genannt. Sie verursachen aber auch entzündliche Veränderungen am Gebärmutterhals (dieser befindet sich am Ende der Vagina/Scheide; Anatomie siehe Nummer 10).

Bei den allermeisten Frauen heilen diese Entzündungen von selbst wieder ab. Bei wenigen entwickeln sie sich aber weiter zu Krebsvorstufen, die behandelt werden müssen. Dies kann man nur mittels Krebsabstrich feststellen, er sollte daher regelmässig durchgeführt werden.

Neuerdings kann man sich auch gegen Human Papilloma Viren impfen lassen. Diese Impfung macht besonders für Frauen Sinn, die noch nie Geschlechtsverkehr hatten und daher auch noch nicht angesteckt sind. Die Impfung wird für alle Frauen zwischen 9 und 19 Jahren von der Krankenkasse übernommen. Trotzdem sollte man aber zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen.

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Inkontinenz
Als Inkontinenz bezeichnet man den unfreiwilligen Verlust von Harn (Urin), Stuhl oder auch Wind. Man unterscheidet Harn- und Stuhl- oder Windinkontinenz. Urininkontinenz ist viel häufiger als Stuhlinkontinenz und auf diese soll hier eingegangen werden.

Es gibt (abgesehen von seltneren Sonderformen und Mischformen) zwei Arten von Inkontinenz, die unterschieden werden:
Bei der Stressinkontinenz kommt es zu ungewolltem Urinverlust unter körperlicher Belastung (Husten, Lachen, Niesen, Hüpfen, Treppensteigen, Abwärtsgehen, etc).
Bei der Dranginkontinenz (Urgeinkontinenz) muss die Toilette sofort nach Auftreten des Dranges aufgesucht werden damit kein "Unglück" passiert. Dieser Harndrang ist bei den betroffenen Patientinnen häufiger als der Norm entsprechend. Manchmal muss auch in der Nacht mehrmals die Toilette aufgesucht werden. Die Urinportionen, die beim Wasserlösen (der Miktion) gelöst werden sind häufig sehr gering.

Wie entsteht die Inkontinenz?
Die Stressinkontinenz hat verschiedene Ursachen: angeborenes feines Gewebe, Uebergewicht, viele oder schwere Geburten und/oder Schwangerschaften, Hormonmangel in den Wechseljahren, Verletzungen durch Operationen oder Geburten, chronischer Husten, schwere körperliche Arbeit, schwache untrainierte Beckenbodenmuskulatur, etc.

Die Dranginkontinenz hat auch häufig als Ursache ein Hormonmangel in den Wechseljahren.
Noch häufiger ist sie aber antrainiert worden: Aus Angst man könnte Urin verlieren oder später keine Toilette finden geht man schon vor dem Harndrang häufig die Blase entleeren, wenn diese noch gar nicht voll war. Ausserdem versucht man vielleicht auch weniger zu trinken. So wird die Blase "verwöhnt" bis sie sich auch schon bei sehr kleinem Inhalt bemerkbar macht.
Manchmal ist die Dranginkontinenz der einzige Hinweis darauf, dass man an einer Blasenentzündung leidet ohne Schmerzen zu verspüren.
Seltener ist die Dranginkontinenz der Ausdruck davon, dass der Blasenmuskel sich "verselbstständigt"
hat und sich einfach ungefragt und unerlaubt zusammen zieht. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn sich die Blase eigentlich gar nicht mehr vollständig entleeren kann. Dann zieht sich die Blase von selber zusammen wenn sie einfach zu voll war.

Was kann man gegen die Inkontinenz unternehmen?
- Als allgemeine Massnahme soll man auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr achten (mindestens 2 Liter/d). Preiselbeersaft 1x/d hilft Blasenentzündungen vorzubeugen.
- Ein Beckenbodentraining hilft bei den meisten Formen der Inkontinenz und ist eine gute Grundlage für weitere Therapien. Dazu gibt es Instruktionsbroschüren, viele Gymnastik- und Turnlehrerinnen für Frauen sind darin geschult, ansonsten kann man diese Techniken in der Physiotherapie erlernen.
- Pflanzlich: Bärentraubenblättertee, Ackerschachtelhalm, Holunder, Kürbis, Schafgarbe.
- In den Wechseljahren können Hormonzäpfchen Linderung bringen.
- Gegen Stressinkontinz können Pessare eventuell helfen. Sie müssen von der Gynäkologien angepasst werden. Dies sind Ringe aus einem weichen Material, die wie ein Tampon in die Scheide eingeführt werden. Sie liegen damit unter der Harnröhre. Bei einem Hustenstoss oder Pressen im Bauch wird die Harnröhre gegen den Pessarring gepresst und so abgedrückt, dass man weniger Urin verliert. Sie können gewaschen und wiederverwendet werden. Bei enger Scheide und kleinen Senkungen kann eventuell auch ein grosses Tampon, das man zuvor mit einer hormonhaltigen Creme beschmiert hat helfen.
- Gegen beide Arten der Inkontinenz gibt es Medikamente, die die Symptome zu lindern vermögen.
- Eventuell fühlt sich eine Inkontinenzpatientin auch einfach sicherer wenn sie eine Einlage trägt und wünscht gar keine weiteren Therapien. Es gibt viele verschiedene Einlagenprodukte bei Grosshändlern, Drogerien oder Apotheken. Man kann sich diese auch per Post nach Haue liefern lassen. Krankenkassen übernehmen in gewissen Fällen auch Anteile der Kosten.
- Bei grossem Leidensdruck kann bei Stressinkontinenz/ Senkung nach einer sorgfältigen Untersuchung (Urodynamik) eine Operation in betracht gezogen werden. Meist ist es möglich die Stressinkontinenz mit einem kleinen Eingriff zu therapieren (Inkontinezband), der nur einen kurzen Spitalaufenthalt von wenigen Tagen nötig macht.
- Bei der Dranginkontinez hilft keine Operation. Hier muss die Blase "erzogen" werden, damit sie wieder mehr Urin fassen mag und sich nicht so schnell meldet.
- Wenn dies noch nicht den gewünschten Effekt bringt und auch die Medikamente zu wenig geholfen haben, kann nach einer sorgfältigen Untersuchung eine Botox-Injektion in Betracht gezogen werden.

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Unerfüllter Kinderwunsch
Die Eizelle der Frau kann während ca 24h befruchtet werden. Der Eisprung findet ca 14 Tage nach dem ersten Blutungstag der Periode statt, wenn der Menstruationszyklus ca 28 Tage dauert. Spermien können ca 5 Tage überleben. Das heisst bei einem "normalen" Menstruationszyklus kann man zwischen dem 9. und 15. Zyklustag schwanger werden vom ersten Tag der letzten Periode aus gezählt.

Ein gesundes Paar hat pro Monat ca 20% "Chancen" schwanger zu werden, wenn es während den fruchtbaren Tagen Geschlechtsverkehr hat. Es ist also vollkommen normal, wenn man 1 – 2 Jahre auf eine Schwangerschaft warten muss, sogar wenn alles in Ordnung ist.
Erst wenn nach 2 Jahren des "Probierens" (ungeschützter regelmässiger Geschlechtsverkehr) keine Schwangerschaft eintritt spricht man von Sterilität.

Gründe für die Sterilität können sehr vielfältig sein und vom Mann, von der Frau, beiden oder aber auch keinem ausgehen. Ursachen für Sterilität können sein: hormonelle Probleme beim Mann oder der Frau, (angeborene) anatomische Gründe vom Mann oder der Frau, (Zysten, Polypen, Myome), genetische (erbliche) Probleme von einem oder beider Partner, psychische Probleme/Belastungen, Ueber- oder Untergewicht, Infektionen oder abgeheilte frühere Infektionen, etc.

Eine Frau, die schwanger werden möchte sollte überprüfen, ob sie einen Rötelnschutz hat und täglich Folsäure zu sich nehmen, weil dies Fehlbildungen beim Kind verhindern kann.
Ausserdem sollte sie auf Alkohol verzichten und das Rauchen einstellen oder reduzieren. Am besten kann der Partner sie dabei unterstützen, wenn er auf diese Genussmittel ebenfalls verzichtet.
Eine ausgewogene gesunde Ernährung (nicht zuviel, nicht zuwenig), Bewegung und genügend Schlaf erhöhen die Chancen auf eine Schwangerschaft (stabilisiert das hormonelle Gleichgewicht).

Wenn Sie an Infektionen oder Ausfluss leiden oder eine sehr seltene/keine Periode haben sollten Sie nicht 2 Jahre zuwarten bei unerfülltem Kinderwunsch, sondern eine Frauenärztin konsultieren.

Sterilitätstherapien sind meistens aufwändig und müssen dem jeweiligen ursächlichen Problem angepasst sein. Daher ist eine eingehende Beratung und danach Untersuchung beider Partner unbedingt notwendig vor einer Therapie.

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PAP-Abstrich (Krebsabstrich/ Jahreskontrolle)
Beim Krebsabstrich werden während der gynäkologischen Untersuchung schmerzlos mittels eines Holzstäbchens durch Kratzen Zellen vom Gebärmutterhals entfernt und in ein Labor eingeschickt. Dieses untersucht diese Zellen und kann damit feststellen, ob diese normal sind oder ob sie entzündlich verändert sind. Auch festgestellt werden kann, ob Zellen von Krebsvorstufen vorhanden sind.
Ziel ist es Krebsvorstufen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Mit dieser Untersuchung konnte in den letzten 40 Jahren die Zahlen von Todesfällen wegen Gebärmutterhalskrebs deutlich reduziert werden.

Krebsvorstufen und Gebärmutterhalskrebs entstehen immer durch Infektionen mit Human Papilloma Viren (Viren, die ähnlich sind wie Warzenerreger). Mit diesen steckt man sich vor allem an durch Geschlechtsverkehr (siehe HPV-Infekt).

Der PAP-Abstrich sollte regelmässig bei allen Frauen erfolgen von dem Moment an wo sie Geschlechtsverkehr haben bis ins Alter von 70 Jahren. In dieser Zeit wird der Krebsabstrich von der Krankenkasse alle 3 Jahre selbstbehaltlos übernommen. Alle zusätzlichen Untersuchungen sind allerdings nicht eingeschlossen (werden bezahlt, haben aber Selbstbehalt).

Wenn bei Ihnen solche HPV-Veränderungen im Krebsabstrich festgestellt wurden, ist dies noch kein Grund zur Beunruhigung. Meist sind die Veränderungen nur vorübergehen und heilen von selbst wieder ab. Aber es ist notwenig den Krebsabstrich in kleineren zeitlichen Abständen zu wiederholen, um eine Verschlimmerung des Abstriches rechtszeitig zu erkennen.

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Pilzinfekte
Pilzinfektionen der Vagina (Scheide) sind nicht gefährlich. Ihr Partner muss sich daher beim Geschlechtsverkehr wegen des Pilzes nicht schützen. Eine geringe Anzahl von Pilzen kann zur normalen Flora (Besiedelung) der Vagina gehören. Wenn sich das Milieu (Umgebung) der Vagina verändert, kann dies das Wachstum der Pilze begünstigen. Dann wird die schützende Normalbesiedelung der Vagina durch die Döderleinbakterien von den Pilzen zurückgedrängt. Dies kann geschehen durch:
- Übertriebenes Waschen (Wegwaschen der Döderlein – Bakterien)
- Feucht-warmes Klima (synthetische enge Kleider, wachstumsfördern für Pilze)
- Mangelnde Hygiene
- Erhöhtes Nahrungsangebot für Pilze (zuckerreiche Ernährung)
- Hormonelle Umstellung (Pilleneinnahme, Schwangerschaft, Stillzeit)
- Antibiotika-Einnahme (tötet Döderleinbakterien ab)
- Schwäche der körpereigenen Abwehr (Krankheit, Stress)
- Schleimhautschädigung durch mechanische oder chemische Reize (Tampon, Geschlechtsverkehr, Geburt, übertriebene Anwendung von Seifen und Intimspray)
- Besiedelung über Darmflora (unkorrektes Reinigen des Darmausganges, von Darm Richtung Vagina).

Was können Sie gegen Pilzinfektionen tun?

- Schonen der normalen Vaginalbesiedelung (Döderleinbakterien), indem Sie auf übertriebene Intimpflege verzichten (In der Vagina nie waschen, die reinigt sich selber! Intimbereich nur 1 x täglich mit milder Seife waschen).
- Tragen von sauberer Unterwäsche aus Naturfasern
- Gute Pflege der Schleimhäute, der Schamlippen und des Scheideneinganges mit fetthaltiger Salbe (Bepanthen-Salbe, Deumavan, Melkfett).
- Abwischen nach Stuhlgang von vorn nach hinten.
- Bei leichtem Befall Therapieversuch mit Tampon das mit Bifidusyoghurt getränkt wurde über 1h.
- Nach ärztlicher Konsultation ggf Rückbesiedelung der Normalflora durch Scheiden-Zäpfchen nach Risikosituationen (Geschlechtsverkehr, Menstruation, Antibiotikaeinnahme), Therapie mit Pilzmittel, ev. auch Dauertherapie.

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Senkungen
Von einer Senkung spricht man, wenn Bauchorgane sich in die Vagina hinein senken oder die gar mitnehmen und vor den Scheidenausgang treten.
Die betroffene Patientin spürt dadurch ein Druckgefühl in der Scheide, kann eventuell die Blase oder den Darm nicht vollständig entleeren und hat nach Toilettengang das unangenehme Gefühl mit dem "Geschäft" noch nicht richtig fertig zu sein. Manchmal kann man aber auch in der Scheide einen "Ball" austreten sehen.

Bei der Senkung unterscheidet man ob sich der Darm, die Gebärmutter oder die Blase gesenkt hat. Es kann auch vorkommen, dass sich alle Organe gesenkt haben.

Wie entsteht die Senkung?
Die Senkung entsteht ähnlich wie die Stressinkontinez durch verschiedene Ursachen: angeborenes feines Gewebe, Uebergewicht, viele oder schwere Geburten und/oder Schwangerschaften, Hormonmangel in den Wechseljahren, Verletzungen durch Operationen oder Geburten, chronischer Husten, schwere körperliche Arbeit, schwache untrainierte Beckenbodenmuskulatur, etc.

Was kann man gegen eine Senkung unternehmen?
- Wie bei der Stressinkontinenz kann ein Beckenbodentraining bei den meisten Formen der Senkung Linderung bringen und ist eine gute Grundlage für weitere Therapien. Dazu gibt es Instruktionsbroschüren, viele Gymnastik- und Turnlehrerinnen für Frauen sind darin geschult, ansonsten kann man diese Techniken in der Physiotherapie erlernen.
- In den Wechseljahren können Hormonzäpfchen Linderung bringen.
- Gegen Senkungen können Pessare angepasst werden. Dies sind Würfel oder Ringe aus einem weichen Material, die wie ein Tampon in die Scheide eingeführt werden. So halten sie die Bauchorgane davon ab in die Scheide zu treten. Sie können gewaschen und wiederverwendet werden. Bei enger Scheide und kleinen Senkungen kann eventuell auch ein grosses Tampon, das man zuvor mit einer hormonhaltigen Creme beschmiert hat helfen.
- Nach einer genauen gynäkologischen Untersuchung und gegebenenfalls deiner urodynamischen Abklärung kann bei grossem Leidensdruck eine Senkung auch operiert werden. Man nennt diese Operationen eine Raffung, eventuell muss diese mit einer Gebärmutterentfernung kombiniert werden. Manchmal ist es auch nötig die Scheide noch im Becken zu befestigen, damit sie nicht wieder heraus fällt. Senkungsoperationen erfordern eine sechswöchige Erholungszeit.

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Spiraleneinlage
Die Spirale ist ein Verhütungsmittel, welches in die Gebärmutter eingesetzt wird. Es kann Sie während 5 Jahren vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen. Spiralen sind T- oder hufeisenförmige Stücke aus Kunststoff, deren Mittelteil mit einem Kupferdraht umwickelt ist. Von diesem geht der empfängnisverhütende Effekt u.a. aus. Durch die Kupferionen die durch die Kupferspirale freigesetzt werden, kommt es zu einer Reaktion in der Gebärmutterschleimhaut, die die Spermien daran hindern, zur Eizelle zu gelangen, ausserdem würde eine befruchtete Eizelle daran gehindert, in der Schleimhaut einzuwachsen.

Die Hormonspirale (Mirena) enthält ein Hormonpräparat, welches kontinuierlich an die Gebärmutter abgegeben wird. Dies bewirkt, dass sich der Gebärmutterhalsschleim verändert und somit die Spermien gar nicht in die Gebärmutterhöhle vordringen können und es so zu keiner Befruchtung des Eies kommt. Ausserdem lässt das Hormon, welches von der Spirale freigegeben wird (Gestagen) die Gebärmutterschleimhaut "austrocknen", so dass es zu schwächeren, evtl. unregelmässigeren oder auch gar keinen Perioden mehr kommt. Periodenschmerzen würden sich dadurch auch verringern. Dafür ist es möglich, dass die Brüste sich diskret vergrössern und man vermehrt ein Brustspannen spürt.

Eine Spirale schützt nicht vor AIDS oder anderen sexuellübertragbaren Krankheiten.
Prinzipiell kann jeder Frau eine Spirale eingesetzt werden, einfacher ist es, wenn eine Frau bereits geboren hat. Eine Spirale ist ein sehr sicheres Verhütungsmittel, ähnlich sicher wie eine Pille (Pearl-Index Kupferspirale 0.9 – 3, Hormonspirale 0.16).

Einsetzen der Spirale:
Die Spirale wird während einer gynäkologischen Untersuchung eingesetzt. In einer vorgängigen Kontrolle sollte ein Krebsabstrich (Pap-Kontrolle) und ein Bakterienabstrich von der Vagina gemacht werden und die normalen Resultate dieser Untersuchungen sollten vorliegen. Das Einsetzen der Spirale dauert ca. 10 Minuten, erfolgt nach Desinfektion der Scheide und der Schamlippen. Man kann direkt nach dem Einsetzen wieder der üblichen Tätigkeit nachgehen. Das Einsetzen kann mit einem leichten periodenartigen Schmerz im Unterleib verbunden sein. Es empfiehlt sich daher eine schmerzstillende Tablette (Ponstan, Mefenacid, Spedifen, etc) ca. 1 Stunde vor dem Einsetzen einzunehmen. Der beste Zeitpunkt für das Einsetzen einer Spirale sind die Tage der Menstruation. Nach einer Geburt soll mit dem Eineinlegen einer Spirale 6 – 8 Wochen zugewartet werden.

Risiken / Nebenwirkungen:
Eine Kupferspirale beeinflusst den eigenen Hormonzyklus nicht, kann aber bei vielen Frauen stärkere und längere Monatsblutungen auslösen. (Kupfer-)Spiralenträgerinnen können häufiger eine Eileiterschwangerschaft haben. Eine Kupferspirale kann aufsteigende Entzündungen fördern, solche Infektionen können später zur Unfruchtbarkeit führen. Häufiger Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern erhöht dieses Risiko.

Mirenaträgerinnen haben eine abgeschwächte Periode, die auch sehr unregelmässig sein kann. Man vermutet, dass Mirenaträgerinnen zu Ovarialzysten neigen könnten.

Ausfluss und Zwischenblutungen sind bei allen Spiralenträgerinnen häufiger. 6 – 7 % der Frauen stossen eine Spirale im 1. Anwendungsmonat aus. Daher empfehlen wir Ihnen 6 Wochen nach Einlage eine Ultraschallkontrolle der Spirale.
Während des Einsetzens der Spirale können Verletzungen der Gebärmutter auftreten. Sehr selten kann es vorkommen, dass die Spirale die Gebärmutterwand durchdringt und so im Bauch zu liegen kommt. In diesem Fall muss die Spirale über eine Bauchspiegelung (operativer Eingriff) wieder entfernt werden.
Durch das Einlegen der Spirale können bakterielle Keime aus der Vagina in die Gebärmutter gelangen und eine Infektion hervorrufen. Dies muss mit Antibiotika therapiert werden. Wenn Sie nach der Spiraleneinlage starke Bauchschmerzen und Fieber haben müssen Sie sich bei Ihrer Aerztin melden.

Die Fruchtbarkeit wird durch die Spirale nicht beeinträchtigt. Einen Monat nach der Entfernung der Spirale ist eine Schwangerschaft möglich.

Kosten:
Krankenkassen sind grundsätzlich nicht verpflichtet die Kosten von Verhütungsmitteln zu übernehmen. Mirenaspirale: 500.– CHF. Kupferspirale 300.– CHF.

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Teenager/Jugendliche
Verschiedene Gründe können eine junge Frau dazu bewegen zur Frauenärztin zu gehen:
Pillenverschreibung/Verhütung:Viele Jugendliche gehen das erste Mal zur Frauenärztin weil sie eine Verhütung brauchen. Im gemeinsamen Gespräch kann man herausfinden, was die optimale Verhütungsmethode sein könnte.
Probleme mit der Menstruation/Periode:Vielleicht ist die Periode schmerzhaft, so dass eventuell sogar eine Therapie notwendig ist. Oder aber die Blutungen sind sehr unregelmässig, oder sehr stark. In jedem Fall ist es hilfreich wenn frau sich auf einem kleinen Kalender die Periodentage aufschreibt und ebenfalls festhält wie stark die Blutung war und ob Schmerzen auftraten.
Vorsorgeuntersuchung:Man empfiehlt nach Aufnahme von Geschlechtsverkehr regelmässig den Krebsabstrich durchzuführen. Davor haben viele junge Frauen Respekt. Manchmal hilft es sich von einer Vertrauensperson begleiten zu lassen. Eventuell will man sich die ganze "Prozedur" zuerst einmal erklären lassen und die Aerztin kennenlernen. Es ist gut möglich zuerst "nur" einen Termin für ein Beratungsgespräch abzumachen. Auf jeden Fall ist es hilfreich sich zuhause zu überlegen, was man mit der Aerztin genau klären möchte und welche Fragen man beantwortet haben möchte. Es ist sehr wichtig mitzuteilen, wenn man vor etwas Angst hat und wenn man etwas nicht möchte, denn jeder Mensch hat ein Selbstbestimmungsrecht!
Beunruhigende Veränderungen am Körper:In der Pubertät verändert sich der Körper und man muss sich im neuen Körper zurechtfinden. In dieser Zeit fragen sich viele Jugendliche, ob sich auch alles normal entwickelt. Natürlich kann man sich meist durch eine ältere Schwester, Freundin, Mutter etc beruhigen lassen. Wenn das nicht gelingt und man sich Sorgen macht etwas könnte nicht stimmen, kann man dies abklären lassen. (Sind die Schamlippen zu gross? Sind die Brüste zu gross, zu klein, asymmetrisch? Etc)
Beschwerden:Nicht zuletzt ist bei verschiedenen Beschwerden die Frauenärztin als Ansprechpartnerin da: Brennen beim Wasserlösen, Juckreiz in der Scheide, Ausfluss, Knoten in der Brust, etc….
Wichtig: Die Kosten für die Konsultationen muss die Krankenkasse übernehmen.
ärztin ist auch gegenüber Eltern, Lehrern, Vorgesetzten ans Arztgeheimnis gebunden und wird niemandem Auskunft geben dürfen, wenn das eine junge Frau nicht wünscht. Nicht einmal wenn sie noch minderjährig ist! (Trotzdem ist es natürlich wünschenswert, dass ein minderjähriges Mädchen mit seinen Eltern/Mutter ein Vertrauensverhältnis hat und sich gerade in heiklen Angelegenheiten anvertrauen kann und Hilfe/ Unterstützung erhält.)
Jeder Mensch hat was seine Gesundheit anbelangt ein Recht auf Selbstbestimmung (auch minderjährige junge Frauen)!

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Verhütung
Verhütungsmittel werden nicht von der Krankenkasse bezahlt. Man muss sie selber bezahlen.
Pillen kosten zwischen ca 12.- bis 27.- Franken /Monat.

Pille
Mit der Pille meint man eine kleine Tablette, die man täglich einnehmen muss. Sie besteht aus weiblichen Hormonen. Meist aus zwei verschiedenen, manchmal auch aus einem einzigen.
Mit der Einnahme dieser weiblichen Hormone erreicht man, dass der Zyklus der Hormonproduktion im Kopf und den Eierstöcken unterbrochen wird und damit kein Eisprung in den Eierstöcken mehr stattfindet. Viele Pillen muss man während einer gewissen Zeit (meist 21 oder auch 24 Tagen) einnehmen, gefolgt von einer kurzen Pause (meist 7 Tage). Je nach Pille ist dies unterschiedlich. In der Pausenzeit setzt meist die Periode ein.
Es ist wichtig, dass Sie die Pille genau so einnehmen wie es Ihnen von der Aerztin erklärt wurde, oder wie es in der Packungsbeilage der Pille steht. Möglicherweise hat die Pille einer Freundin oder Schwester ein anderes Einnahmemuster!
Pillen sind Medikamente. Sie können, müssen aber nicht Nebenwirkungen verursachen. Es ist wichtig, dass Sie die Nebenwirkungen, Risiken und das Einnahmeschema Ihrer Pille kennen. Ihre Aerztin wird es mit Ihnen genau besprechen.
Die wichtigste Nebenwirkung ist, dass die Pille (sehr selten) Thrombosen begünstigen kann. Eine Thrombose ist gestocktes Blut, das Ihre Adern verstopft. Dies verursacht ein verdicktes schmerzhaftes Bein. Dieses gestockte Blut kann aber auch abreissen und Blutgefässe in der Lunge verstopfen. Man kann dann nicht mehr atmen! Zum Glück geschieht dies sehr sehr selten. Besprechen Sie mit der Aerztin, ob Sie eventuell zu einer Personengruppe gehören könntest, bei denen dies häufiger vorkommt.
Melden Sie sich bei Ihrer Aerztin wenn Sie seit der Pilleneinnahme häufiger Kopfschmerzen haben, viel zugenommen haben oder wenn Sie generell unzufriedener sind.
siehe Links

Kondom (Präservativ/Pariser)
Das Kondom, ist wie eine feine Haut aus Plastik. Wenn man es kauft, ist es aufgerollt und in einer Schutzhülle verpackt.
Wenn der Penis des Mannes steif ist, wird es sanft über den Penis gerollt. Nun ist es wie ein Tütchen oder Männtelchen, das den Penis bedeckt.
Der Samenerguss des Mannes wird so im Kondom aufgefangen und kann nicht in die Vagina der Frau kommen. Damit schützt es vor Schwangerschaft, aber auch vor Geschlechtskrankheiten.
Es soll nur verwendet werden, wenn es intakt ist! Wenn man es einmal falsch herum auf den Penis aufgesetzt hat (Aussenseite innen), soll man es nicht mehr drehen, sondern ein neues verwenden, da es nun auf der Aussenseite bereits Spermien haben könnte. Natürlich kann man es nur einmal verwenden. Nach Gebrauch gehört es in den Mülleimer.
Wenn man ein Kondom verwendet, sollte man keine Oele oder Crems verwenden, da diese die Schutzwirkung des Kondoms beeinträchtigen könnten.

Ring
Ein Verhütungsring funktioniert genau gleich wie eine Pille. Der einzige Unterschied ist, dass man hier keine Pille einnimmt, sondern einen Silikonring in die Scheide (Vagina) einführt. Dort werden die Hormone kontinuierlich über die Vaginalschleimhaut in die Blutbahn abgegeben.
siehe Links

Pflaster
Das Verhütungspflaster wird auf die Haut aufgeklebt. Es muss einmal pro Woche gewechselt werden. Es darf beim Baden etc nicht abgenommen werden. Man trägt es während 3 Wochen und macht 1 Woche Pause. In der Pausenwoche kommt die Periode. Das Pflaster enthält die selben Hormone wie eine Pille. Anstatt sie zu schlucken werden, die Hormone dem Körper über die Haut zugeführt.

Spirale
Eine Spirale ist ein kleine, ca 3 cm grosses Kunststoffstück, meist in T-Form mit langen Fäden daran. Es wird von der Frauenärztin in die Gebärmutter eingelegt. Es kann dort 5 Jahre liegen bleiben, aber auch jederzeit wieder entfernt werden. Dort würde es eine befruchtete Eizelle an der Einnistung stören und damit wirkungsvoll eine Schwangerschaft verhindern.
Es gibt auch Spiralen, die zur zusätzlichen Sicherheit noch Hormone enthalten. Dadurch wird die Schleimhaut der Gebärmutter gehindert, sich zu verdicken und die Einnistung des Eis zusätzlich verhindert. Die Hormonspirale führt dazu, dass Ihre Periode immer schwächer wird und ev ganz aufhört. Sie kann aber auch etwas unregelmässig werden.
siehe Links

Verhütungsstäbchen
Das Verhütungsstäbchen wird von der Frauenärztin mit einer etwas dickeren Nadel unter die Haut des Oberarmes gelegt. Dort ist es immer tastbar. Es kann dort 3 Jahre liegen bleiben und gibt in dieser Zeit Hormone an den Körper ab. Es bewirkt, dass die Periode immer schwächer wird, ev ganz ausbleibt, sie kann aber auch etwas unregelmässig werden. Nach 3 Jahren muss es ausgewechselt werden. Dies geschieht in Lokalanästhesie und kann manchmal etwas mühselig sein.

Natürliche Verhütung
Es gibt Frauen, die einen sehr regelmässigen Monatszyklus haben. Sie wissen sehr genau wann ihre Menstruation kommen wird.
Damit wissen sie natürlich auch, wann sie den Eisprung haben, nämlich 14 Tage vor der nächsten Periode. Und wenn sie dies wissen, können sie auch voraussagen wann sie fruchtbar sein werden: nämlich 5 Tage vor dem Eisprung bis 2 Tage nach dem Eisprung. Bei einem Zyklus von 28 Tagen sind diese Frauen vom 9. – 16. Zyklustag fruchtbar.
Dies macht man sich bei der natürlichen Verhütung zu Nutze: Man hat nur an den unfruchtbaren Tagen Geschlechtsverkehr und verzichtet an den fruchtbaren auf Sex oder verwendet dann ein Kondom.
Um die Methode etwas sicherer zu machen gibt es zusätzliche Hinweise auf die man achten kann:

  1. zur Zeit des Eisprunges verändert sich der Schleim, der aus der Vagina kommt, er wird ganz klar und zieht Fäden
  2. in den 2 Wochen nach dem Eisprung ist die Körpertemperatur beim Aufstehen morgens ca 0.5 Grad wärmer als vor dem Eisprung

Trotzdem ist die natürliche Verhütung nie ganz sicher. Viele Dinge können nämlich bewirken, dass der Menstruationszyklus aus dem Rhythmus fällt: Stress in der Schule, Liebeskummer, Krankheit, viel Sport, sehr wenig Bewegung, Partys, etc etc
Die natürliche Verhütung eignet sich daher nicht für Jugendliche in Ausbildung.

Die Pille danach
Die Pille danach wird nach dem bereits erfolgten Geschlechtsverkehr eingenommen, damit man nicht schwanger wird. Aus gesundheitlichen Gründen eignet sie sich keinesfalls zur regulären Verhütung. Sie kommt dann zum Zug, wenn die normale Verhütung versagt hat (Kondom ist kaputt gegangen, nachträglich fällt einem ein, dass man doch nicht alle Pillen einer Packung eingenommen hatte, etc)
Sie kann bis 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Besser ist es aber, sie so schnell wie möglich nach dem Sex einzunehmen. Man erhält sie in Apotheken oder Spitälern nach einem Gespräch.

Schwangerschaft/Abtreibung
Wenn man nicht verhütet kann man schwanger werden.
Dies sogar wenn der Penis gar nicht richtig in die Scheide eingedrungen ist und der Mann noch keinen Samenerguss hatte. Denn schon beim Petting können Spermien aus dem Penis austreten. Daher ist es sehr wichtig auf eine sichere Verhütung zu achten.
In der Schweiz ist es erlaubt bis in die 12. Schwangerschaftswoche eine Abtreibung vorzunehmen. Dabei wird der Embryo in der Gebärmutter zerstört und dafür gesorgt, dass kein Schwangerschaftsgewebe mehr in der Gebärmutter zurückbleibt.
Bis zur 7. Schwangerschaftswoche kann dies eventuell nur mit Tabletten geschehen. Es kommt danach zu einer stärkeren Periode. Nach der 7. Schwangerschaftswoche wird die Abtreibung meist in Narkose durch eine Auskratzung (der Embryo wird aus der Gebärmutter herausgekratzt) gemacht.
Immer muss eine Abtreibung in ärztlicher Aufsicht und nur nach gründlichen Vorgesprächen erfolgen. Erstens ist dies rechtlich so vorgeschrieben. Zweitens kann eine Abtreibung auch gesundheitlich gefährlich sein.

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Wechseljahre
Wechseljahre/ Abänderung/Menopause/Klimakterium
Genau wie die Pubertät und die Schwangerschaft sind die Wechseljahre keine Krankheit, sondern eine Zeit der hormonellen Umstellung.
Ca um das 50. Lebensjahr nimmt die Hormonproduktion in den Eierstöcken ab. Dies dauert mehrere Jahre. Die Menopause ist die Zeit der letzten Periodenblutung. Sie kann erst im nach hinein bestimmt werden, wenn über 12 Monate die Periode wegblieb. Die Eierstöcke bilden Oestrogene und Progesteron (weibliche Hormone) aber auch Androgene (männliche Hormone). Wenn sie ihre Funktion einstellen nimmt der Spiegel dieser Hormone im Blut ab und ihre Wirkung lässt nach. Auch die Hormone im Hirn verändern sich.
Oestrogene haben eine Wirkung auf die Geschlechtsorgane, Knochen, Muskeln, Blutfette, Blase, Gerinnung, Haut, die Schleimhäute, die Gefässe, den Blutdruck, das Gewicht, die Psyche. Entsprechend vielfältig können die Veränderungen in den Wechseljahren sein.
Wechseljahrsymptome können zwischen dem 35. und 60. Lebensjahr erstmals auftreten, häufig aber um das 50. Lebensjahr. Ca 1/3 der Frauen spüren davon nichts (ausser dass die Periode wegbleibt), ca 1/3 haben leichte Symptome und ca 1/3 sind durch die Symptome stark belastet. Entsprechend erleben die Frauen diese Zeit sehr unterschiedlich: einige empfinden sie als Verlust ihrer Weiblichkeit oder Jugendlichkeit, andere empfinden sie als befreiend (keine Verhütung oder Angst vor ungewollter Schwangerschaft, keine Blutungen mehr). Auf jeden Fall muss sich die Seele wieder, ähnlich wie in der Pubertät, mit den körperlichen Veränderungen, dem veränderten Lebensgefühl und auch Belastungen auseinander setzen.
Mögliche klimakterische Beschwerden sind:
Hitzewallungen, Schlafprobleme, depressive Verstimmung, Reizbarkeit, Herzrasen, Harninkontinez, Trockenheit der Schleimhäute, insbesondere der Vagina, Verminderung der sexuellen Lust, etc.

Wie wird die Menopause diagnostiziert?
Meist durch genaue Befragung der Symptome. In gewissen Fällen kann es aber notwenig sein eine Hormonbestimmung vorzunehmen, z.B. wenn die Patientin unregelmässige Blutungen hat oder noch eher zu jung ist für die Menopause. Auch wenn es darum geht andere Erkrankungen (Schilddrüsenstörung, Depression,etc.) auszuschliessen ist eine Hormonbestimmung sinnvoll. Werden Hormone eingenommen kann keine Hormonbestimmung durchgeführt werden.

Wie therapiert man Wechseljahrbeschwerden?

Es sind vielfältige Therapien möglich. Je nachdem welche Beschwerden im Vordergrund stehen oder wie stark sie ausgeprägt sind kommen andere Methoden zum Einsatz.
- Lifestyle-Veränderungen: Achten Sie auf genügend Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, reduzieren sie Coffein, Nikotin und Alkohol. Die Ernährung sollte genügend Calcium enthalten. Bei Spaziergängen an der Sonne produziert Ihr Körper Vitamin D. Achten Sie auf ein gesundes Gleichgewicht von Spannung und Entspannung im Alltag. Tun Sie sich etwas Gutes.
- Alternativmedizin: Sauna, Yoga, Akupunktur wirken gegen Nervosität, Schlafmangel und Depression.
- Pflanzentherapie: Traubensilberkerze (Cimifuga racemosa), Mönchspfeffer (Agnus castus) und Johanniskraut (Hypericum perforatum) halfen bei Wechseljahrsbeschwerden. Orangenblütentee oder Baldrian helfen gegen Schlafstörungen.
- Lokale Hormonpräparate: Bei Scheidentrockenheit oder Blasenstörungen helfen lokale Oestrogene. (Scheidenzäpfchen oder Cremes)
- Hormontherapien (Pillen oder Pflaster) sind nach amerikanischen Studien etwas in Verruf geraten. Sie sollten etwas zurückhaltend nach genauem Abwägen der Vor- und Nachteile angewendet werden. Nach einer gewissen Zeit sollte ein Absetzversuch erfolgen. Ausserdem müssen regelmässige gynäkologische Kontrollen erfolgen.
- Manchmal können Antidepressiva oder Schlafmittel notwendig sein.

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Der gynäkologische Untersuch

Verschiedene Gründe können eine junge Frau dazu bewegen zur Frauenärztin zu gehen:

  1. Pillenverschreibung/Verhütung: Viele Jugendliche gehen das erste Mal zur Frauenärztin weil sie eine Verhütung brauchen. Im gemeinsamen Gespräch kann man herausfinden, was die optimale Verhütungsmethode sein könnte.
  2. Probleme mit der Menstruation/Periode: Vielleicht ist die Periode schmerzhaft, so dass eventuell sogar eine Therapie notwendig ist. Oder aber die Blutungen sind sehr unregelmässig, oder sehr stark. In jedem Fall ist es hilfreich, wenn frau sich auf einem kleinen Kalender die Periodentage aufschreibt und ebenfalls festhält, wie stark die Blutung war und ob Schmerzen auftraten.
  3. Vorsorgeuntersuchung: Man empfiehlt nach Aufnahme von Geschlechtsverkehr regelmässig (1 x/ Jahr) den Krebsabstrich durchzuführen. Davor haben viele junge Frauen Respekt. Manchmal hilft es, sich von einer Vertrauensperson begleiten zu lassen. Eventuell will man sich die ganze "Prozedur" zuerst einmal erklären lassen und die Aerztin kennenlernen. Es ist gut möglich, zuerst "nur" einen Termin für ein Beratungsgespräch abzumachen. Auf jeden Fall ist es hilfreich sich zuhause zu überlegen, was man mit der Aerztin genau klären möchte und welche Fragen man beantwortet haben möchte. Es ist sehr wichtig mitzuteilen, wenn man vor etwas Angst hat und wenn man etwas nicht möchte, denn jeder Mensch hat ein Selbstbestimmungsrecht!
  4. Beunruhigende Veränderungen am Körper: In der Pubertät verändert sich der Körper und man muss sich im neuen Körper zurechtfinden. In dieser Zeit fragen sich viele Jugendliche, ob sich auch alles normal entwickelt. Natürlich kann man sich meist durch eine ältere Schwester, Freundin, Mutter etc beruhigen lassen. Wenn das nicht gelingt und man sich Sorgen macht etwas könnte nicht stimmen, kann man dies abklären lassen. (Sind die Schamlippen zu gross? Sind die Brüste zu gross, zu klein, asymmetrisch? Etc)
  5. Beschwerden: Nicht zuletzt ist bei verschiedenen Beschwerden die Frauenärztin als Ansprechpartnerin da: Brennen beim Wasserlösen, Juckreiz in der Scheide, Ausfluss, Knoten in der Brust, etc….

Wichtig:

  1. Die Kosten für die Konsultationen muss die Krankenkasse übernehmen.
  2. Die Frauenärztin ist auch gegenüber Eltern, Lehrern, Vorgesetzten ans Arztgeheimnis gebunden und wird niemandem Auskunft geben dürfen, wenn das eine junge Frau nicht wünscht. Nicht einmal wenn sie noch minderjährig ist! (Trotzdem ist es natürlich wünschenswert, dass ein minderjähriges Mädchen mit seinen Eltern/Mutter ein Vertrauensverhältnis hat und sich gerade in heiklen Angelegenheiten anvertrauen kann und Hilfe/ Unterstützung erhält.)
  3. Jeder Mensch hat, was seine Gesundheit anbelangt, ein Recht auf Selbstbestimmung (auch minderjährige junge Frauen)!

Sagen Sie Ihrer Aerztin, dass es Ihr erster Untersuch ist und dass sie Ihnen alles genau erklären soll, damit Sie keine Angst haben müssen. Wenn Sie nämlich ganz entspannt sein können, weil Sie keine Angst haben, tut der Untersuch nicht weh!

Die Untersuchung
Sie können zur Untersuchung eine Person Ihres Vertrauens mitbringen.
Zuerst wird die Aerztin mit Ihnen ein Gespräch führen. Sie möchte wissen was Ihr Anliegen ist, seit wann Sie Ihre Menstruation haben, ob sie regelmässig ist und ob sie Schmerzen bereitet. Ausserdem sollten Sie der Aerztin mitteilen ob Sie Allergien haben, regelmässig Medikamente einnehmen müssen, schon Operationen oder schwere Krankheiten hatten, ob Sie rauchen, Alkohol trinken oder andere Substanzen konsumieren. Sie sollten Auskunft geben können, ob jemand in Ihrer Familie schwere Krankheiten hatte.
Sie haben die Möglichkeit Fragen zu stellen und über Ihre Anliegen zu berichten. Die Aerztin wird Sie danach beraten, wenn Sie nicht alles verstanden haben können Sie nachfragen.
Eventuell möchten Sie beim ersten Mal noch nicht untersucht werden, sondern die Aerztin nur kennenlernen oder nur die Pille verschrieben bekommen.
Dann kann man den Untersuch auf später verschieben.
Wenn Sie eine Untersuchung wünschen bittet Sie die Aerztin sich unten herum auszuziehen. Dann müssen Sie auf einem Untersuchungsstuhl Platz nehmen. Dabei muss man die Füsse auf spezielle Fusshalter legen, damit Sie untersucht werden können. Nun wird die Aerztin die äusseren und inneren Schamlippen anschauen. Um in die Scheide (Vagina) hinein schauen zu können benutzt die Aerztin ein Instrument aus Metall (Spekulum), das schmerzlos in die Scheide eingeführt wird. In der Scheide wird das Instrument gespreizt, dadurch fühlen Sie einen Druck gegen die Blase und den Darm. Dies ist nicht schmerzhaft. Es ist aber wichtig, dass Sie sich dabei entspannen und die Scheide nicht zusammen ziehen. Wenn es trotzdem weh tun sollte, sagen Sie dies der Aerztin. Mit diesem Instrument kann man auch auf den Muttermund sehen (Eingang zur Gebärmutter). Es kann sein, dass die Aerztin in der Scheide mit Wattestäbchen Abstriche macht. Auch dies ist schmerzlos.
Manchmal erfolgt nach dieser Untersuchung auch noch eine Untersuchung der Brüste. Diese werden angeschaut und abgetastet.

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